Weihnachtsmärkte in Norwegen — Oslo, Bergen, Tromsø und das norwegische Weihnachtsgefühl
Norwegische Weihnachtsmärkte sind kleiner und ruhiger als deutsche Megamärkte — aber mit einer Atmosphäre, die man schwer beschreibt. Glühwein (Gløgg), Pepperkaker, Schnee und Holzhütten im Dunkeln. Die besten Weihnachtsmärkte in Norwegen und wann man für das optimale Erlebnis anreist.
Inhaltsverzeichnis
Deutsche Weihnachtsmärkte sind Massenveranstaltungen. Norwegische Weihnachtsmärkte sind gemütlicher — kleiner, weniger kommerziell, stärker auf Tradition ausgerichtet. Wer nach Norwegen in der Adventzeit reist, erlebt Julestemning (Weihnachtsstimmung) in einer anderen Dimension: Kerzen im Schnee, Polarlicht am Horizont, und Gløgg in der Hand.
Wann ist Weihnachtsmarktzeit?
Advent beginnt in Norwegen wie in Deutschland vier Wochen vor dem 24. Dezember. Die meisten Weihnachtsmärkte öffnen Ende November und laufen bis zum 23. Dezember.
Beste Reisezeit:
- Erstes Adventwochenende (Anfang Dezember): Eröffnung der meisten Märkte, festliche Stimmung, noch nicht überfüllt
- Zweites/Drittes Adventwochenende: Hauptzeit, voll aber schön
- 24. Dezember: Die meisten Märkte schließen bereits am 23. oder früh am 24.
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Oslo — Julenissen og Julemarked
Frogner Park (Vigelandsparken):
Der bekannteste Weihnachtsmarkt Oslos — in einem der schönsten Parks Skandinaviens. Holzhütten, Kunsthandwerk, Weihnachtsbäckerei. Die Vigeland-Skulpturen im Schnee sind eine Kulisse für sich. Ende November bis kurz vor Weihnachten.
Aker Brygge:
Weihnachtsmarkt direkt am Oslofjord. Weihnachtsbaum, Schlittschuhbahn auf dem Eis (wenn Frost), Restaurants rundherum. Modern, sehr schön.
Tomteland / Jul i Damstredet:
Damstredet ist eines der ältesten erhaltenen Häuserviertel Oslos — im Advent verwandelt es sich in ein Weihnachtsdorf. Sehr gemütlich, weniger bekannt.
Folkemøte i Spikersuppa:
Schlittschuhbahn im Zentrum (hinter Nationaltheatret), kostenlos, Eis wird täglich präpariert. Julenissen erscheint oft.
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Bergen — Julemarked Festplassen
Festplassen Weihnachtsmarkt:
Bergens Hauptweihnachtsmarkt auf dem Festplassen-Platz neben dem Rathaus. Authentische Atmosphäre, gutes Kunsthandwerk, lokale Produzenten.
Maaselv og Bryggen im Advent:
Bryggen (das historische Hafenviertel) ist im Dezember besonders schön: Beleuchtung zwischen den alten Holzgebäuden, Weihnachtsgeschäfte.
Bergen-Spezialität:
Sildebullar (Fischkroketten) vom Julemarked-Stand und Gløgg — die Bergen-Variante von Glühwein, oft mit Rosinen und Mandeln serviert.
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Tromsø — Weihnachten in der Polarnacht
Was besonders ist:
In Tromsø ist es im Dezember Polarnacht (27. November – 15. Januar). Weihnachtsmarkt unter Polarnacht-Atmosphäre — mit etwas Glück Polarlicht über den Hütten.
Julemarked Tromsø:
Storgata (Hauptstraße) und Stortorget (Hauptplatz). Kleiner als Oslo, aber mit einzigartiger arktischer Atmosphäre.
Wann:
1.–3. Adventwochenende. Täglich 10–21 Uhr.
Extra:
Hundeschlittenfahrten und Rentier-Erlebnisse werden von lokalen Anbietern rund um den Advent angeboten.
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Røros — historisches Weihnachtsflair
Was Røros ist:
UNESCO-Welterbestätte aus dem 17. Jahrhundert — historische Bergbaustadt 155 km südöstlich von Trondheim. Im Winter eine der stimmungsvollsten Kulissen Norwegens.
Rørosmartnan (Weihnachtsmarkt im Februar):
Røros' berühmter Markt ist traditionell im Februar (Vinterfestivalen, letztes Februar-Wochenende) — der größte mittelalterliche Markt Skandinaviens. Im Dezember ruhiger Advent-Charme ohne Massenbesuch.
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Typisch Norwegische Weihnachtskultur
Gløgg:
Norwegischer Glühwein — wärmer und kräftiger als der deutsche. Mit Ingwer, Zimt, Kardamom, Rosinen und Mandeln. Fast immer alkoholfrei erhältlich ("alkoholfri Gløgg").
Pepperkaker:
Ingwerkuchen — das Nationalgebäck des norwegischen Advents. Jede Familie backt eigene.
Lutefisk:
Traditionelles Weihnachtsessen — getrockneter Kabeljau in Lauge eingeweicht, dann gedämpft. Polarisiert. Geruch ist herausfordernd, Geschmack mild.
Ribbe:
Weihnachtsbraten aus gebratenem Schweinebauch mit Schwarte — das beliebteste Weihnachtsessen in Norwegen (Umfragen zeigen: Ribbe schlägt Lamm deutlich).
Julenissen:
Der norwegische Weihnachtsmann — roter Mantel, weißer Bart, aber kleiner und mit einem Sack. Erscheint in Schaufenstern und auf Märkten.
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Praktisches
Unterkunft:
Im Advent sind die großen Städte voll — besonders erster Adventwochenende. Rechtzeitig buchen.
Shops:
In Norwegen sind Geschäfte am Heiligabend (24. Dezember) oft schon mittags geschlossen. Einkäufe vorher erledigen.
Wetter:
Oslo im Dezember: 0 bis -8°C, oft Schnee. Bergen: 2–5°C, Regen möglich. Tromsø: -5 bis -15°C, Schnee.
Weiterführend: [Weihnachten Norwegen](/ratgeber/weihnachten-norwegen) · [Røros Welterbe](/ratgeber/roeros-welterbe) · [Tromsø Sehenswürdigkeiten](/ratgeber/tromsoe-sehenswuerdigkeiten) · [Norwegen Wetter Jahreszeiten](/ratgeber/norwegen-wetter-jahreszeiten-ueberblick)
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