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Kaufwissen

Nationalparks in Norwegen — die 47 schönsten Naturschutzgebiete

Norwegen hat 47 Nationalparks — vom Jotunheimen (höchste Berge Nordeuropas) bis zum Varangerhalvøya (Arktis). Welche lohnen sich am meisten, wie man sie erreicht und was man wissen muss.

Lesezeit ~3 Min 18. Juni 2026 Redaktion
Inhaltsverzeichnis
  1. Die wichtigsten Nationalparks
  2. Wie man Nationalparks in Norwegen besucht
  3. Urlaub Nationalparks — praktische Planung
  4. Nationalparks als Argument für Immobilienkäufer

Mit 47 Nationalparks schützt Norwegen rund 17 % seiner Landesfläche. Das ist viel — und die Vielfalt ist enorm: von arktischen Tundren im Norden bis zu Fjordlandschaften im Westen, von Hochgebirgsmassiven bis zu flachen Küstengebieten.

Die wichtigsten Nationalparks

Jotunheimen — das Dach Nordeuropas

Der bekannteste Nationalpark Norwegens und Heimat der höchsten Berge Nordeuropas: Galdhøpiggen (2.469 m) und Glittertind (2.464 m). Hier liegt auch die Besseggen-Querung (der berühmteste Wanderweg Norwegens) und Jostedalsbreen, der größte Festlandsgletscher Europas.

  • Lage: Innlandet, ca. 5 Stunden von Oslo
  • Beste Zeit: Juli–September
  • Highlight: Besseggen, Galdhøpiggen besteigen, Jostedalsbreen

Hardangervidda — das größte Hochplateau Europas

2.700 km² Hochplateau zwischen Bergen und Oslo. Kein einziger Baum über der Baumgrenze — nur Seen, Flechten und Wildrentiere. Der berühmte Hardangervidda-Trail ist einer der klassischen Mehrtage-Wanderwege Norwegens. Die Bergenbahn durchquert ihn.

  • Lage: Vestland/Viken, zwischen Bergen und Oslo
  • Beste Zeit: Juli–September
  • Highlight: Hüttenroute, Rentierherden, Vøringsfossen (Wasserfall)

Dovrefjell-Sunndalsfjella — Moschusochsen und Schneefelder

Der einzige Nationalpark Norwegens mit freilebenden Moschusochsen — Relikte der Eiszeit, wieder angesiedelt nach ihrer Ausrottung. Eine Moschusochsen-Safari ist ein einzigartiges Erlebnis. Auch Wildrentiere und gelegentlich Wölfe kommen vor.

  • Lage: Innlandet/Trøndelag
  • Beste Zeit: Juli–September
  • Highlight: Moschusochsen-Tour, Snøhetta (2.286 m)

Rondane — ältester Nationalpark Norwegens

Seit 1962 — der erste Nationalpark Norwegens. 10 Gipfel über 2.000 m, klare Luft, kaum Tourismus. Exzellentes Hüttennetz des DNT.

  • Lage: Innlandet
  • Beste Zeit: Juli–September
  • Highlight: Rondeslottet (2.178 m), Rundtouren mit DNT-Hütten

Jotunheimen Jostedalsbreen — Gletscherpark

Sonderstatus: ein eigener Nationalpark rund um den Jostedalsbreen-Gletscher. Gletscherwanderungen mit Führern sind buchbar. Der Gletscher schrumpft deutlich — eine Touristenattraktion, aber auch ein Klimazeuge.

  • Lage: Vestland
  • Beste Zeit: Juni–September
  • Highlight: Geführte Gletscherwanderung, Briksdalsbreen (Ausläufer)

Stabbursdalen — subarktisch

Am Nordrand Norwegens, nördlich des Polarkreises. Weltweit nördlichste Kiefernwälder. Kaum erschlossen — ideal für Einsamkeit.

Varangerhalvøya — arktische Tundra

Die nördlichste Halbinsel Norwegens. Arktische Vogelwelt (Lappland-Rotschwanz, Zwergmöwe), Rentiere, Eisbärenspuren im Winter (extrem selten). Abenteuer-Ziel für Expeditions-Wanderer.

Wie man Nationalparks in Norwegen besucht

Kostenlos: Der Eintritt in alle norwegischen Nationalparks ist frei — kein Ticket, keine Reservierung nötig.

Camping im Park: Erlaubt gemäß Allemannsretten (150 Meter Abstand von Häusern), aber in einigen Parks gibt es Camping-Zonen. Offenes Feuer von April bis September verboten.

Fahrzeuge: Die meisten Parks haben Straßen nur am Rand. Im Inneren: Wandern oder Fahrrad. Einige haben Nationalpark-Zentren (nasjonalparksentre) mit Informationen und Ausstellungen.

Nationalpark-App: Norgeskart.no und Miljødirektoratet haben Karten und Informationen zu allen Parks.

Urlaub Nationalparks — praktische Planung

| Park | Nächste große Stadt | Anreise | |---|---|---| | Jotunheimen | Lillehammer / Otta | E6 + Fv51 | | Hardangervidda | Bergen / Oslo | E134 | | Dovrefjell | Trondheim | E6 Richtung Oslo | | Rondane | Lillehammer | E6 + Rv27 | | Reinheimen | Åndalsnes | Rv63 |

Öffentlicher Nahverkehr: Nur begrenzt. Für die meisten Parks: eigenes Fahrzeug oder organisierte Touren von Outdoor-Anbietern (Basecamp, DNT, lokale Guides).

Nationalparks als Argument für Immobilienkäufer

Viele der attraktivsten Wohnregionen in Norwegen liegen in der Nähe von Nationalparks:

  • Vestland (Bergen-Umland): Hardangerfjord + Hardangervidda
  • Gudbrandsdalen (Lillehammer-Umland): Jotunheimen + Rondane + Dovrefjell
  • Sunnmøre (Ålesund-Umland): Reinheimen + Møre og Romsdal Naturreservate

Das Preisniveau in diesen Regionen ist günstiger als in den Städten — bei gleichzeitig exzellenter Naturanbindung.

Weiterführend: [Wandern in Norwegen](/ratgeber/wandern-in-norwegen-tipps) · [Friluftsliv — die norwegische Lebensphilosophie](/ratgeber/friluftsliv-norwegische-lebensphilosophie) · [Wo in Norwegen kaufen?](/ratgeber/wo-in-norwegen-kaufen)

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