Tagesausflüge ab Oslo — die besten Ziele in der Umgebung
Oslos direkte Umgebung hat einiges zu bieten: Drøbak am Oslofjord, Lillehammer und Olympia, Hadeland, das Rjukan-Tal. Was lohnt sich für einen Tagesausflug — und was braucht mehr Zeit?
Inhaltsverzeichnis
Oslo ist kompakt — 2–3 Tage reichen für die Stadt. Was dann? Die Umgebung bietet sehr unterschiedliche Tagesausflüge: Fjord-Dörfer, Historisches, Natur, Sportliches.
Drøbak (50 km, 1 Stunde)
Das schönste kleine Küstenstädtchen in Oslofjord-Nähe. Weiße Holzhäuser aus dem 18. Jahrhundert, direkter Fjordzugang, Schwimmstrand. Berühmt als Weihnachtsmarkt-Ort (Julenissens Postkontor — das "Hauptpostamt des Weihnachtsmanns").
Im Sommer: Schwimmen im Oslofjord, Boot mieten, Spaziergang durch die Altstadt.
Drøbak-Festung (Oscarsborg): Auf einer Insel im Fjord — im Zweiten Weltkrieg versenkte sie das deutsche Kriegsschiff Blücher und verhinderte damit die sofortige Besetzung Oslos (April 1940). Mit Fähre erreichbar.
Anreise: Bus (Ruter) oder Auto.
Lillehammer (180 km, 2 Stunden)
Olympiaort 1994. Berühmte Skischanze (Lysgårdsbakkene) von der man 1994 die Eröffnungsfeier sah, Maihaugen (das beste Freilichtmuseum Norwegens, 200+ historische Gebäude), Hunderfossen Familiepark.
Für einen Tagesausflug: Maihaugen + Skischanze + Stadtzentrum = ein langer Tag.
Per Bahn: Oslo → Lillehammer Direktzug, ca. 2 Stunden. Sehr empfehlenswert.
Rjukan und Notodden (3–4 Stunden, UNESCO-Welterbe)
Rjukan ist UNESCO-Welterbe wegen seiner historischen Industrieanlage (Norsk Hydro, Schwerwasser-Produktion, Sabotage im Zweiten Weltkrieg). Die Telemark-Kanalroute verbindet Rjukan und Notodden. Interessant für Geschichte-Interessierte.
Rjukan im Winter: Gondel auf den Berg gibt 2 Monate Sonnenschein in eine Stadt, die wegen der Bergschatten den Winter in Dunkelheit liegt — Sonnenspiegel auf dem Berg reflektieren Sonnenlicht ins Tal. Einzigartig weltweit.
Holmenkollen (20 Min. mit T-bane)
Nicht nur eine Sehenswürdigkeit in Oslo, sondern Ausflugsziel: Das Holmenkollen-Plateau hat umfangreiche Wanderwege durch Wald, Stauseen für Schwimmen im Sommer, Langlaufloipen im Winter.
Frognerseteren: Restaurant auf dem Plateau mit Panoramablick. Historisches Holzgebäude, norwegisches Essen, direkter T-bane-Anschluss.
Oslofjord-Inseln (15–30 Min. per Fähre)
Mit dem normalen Ruter-Ticket (keine Aufzahlung): Fähre ab Aker Brygge zu den Inseln im Fjord.
Gressholmen: Kleiner, ruhiger, wilder Naturcharakter. Alte Flughafenruinen (erster norwegischer Flughafen).
Nakholmen und Bleikøya: Kleine Sommerhäuser-Inseln der Osloer. Nacktbadestrand auf Nakholmen (traditionell).
Hovedøya: Größte Insel, Ruinen eines mittelalterlichen Zisterzienserkloster (12. Jh.), schöne Strände.
Beste Zeit: Juni–August. Im Winter kaum Fähren.
Åsgårdstrand (100 km, 1,5 Stunden)
Kleines Fischerdorf am Fjord, das vor allem durch Edvard Munch bekannt ist — er verbrachte viele Sommer hier. Munchs Sommerwohnung ist als Museum zugänglich. Schöner alter Ortskern.
Jevnaker und Hadeland Glassverk (1 Stunde)
Hadeland Glassverk ist Norwegens älteste Glasfabrik (gegründet 1762) — noch aktiv, mit Museum und Shop. Für Kinder: Glasblasen zuschauen. Für Einkäufer: traditionelles norwegisches Glas.
Praktische Hinweise
Mit Auto: Die meisten Ziele sind mit Auto einfach erreichbar. Parkgebühren außerhalb von Oslo oft günstig oder kostenlos.
Per Bahn: Lillehammer per NSB-Zug (direkt, 2 Stunden) ist sehr empfehlenswert. Fjord-Ausflüge und kleine Küstenstädte: oft nur mit Auto sinnvoll.
Oslo City Pass: Gilt nicht für Ausflüge außerhalb der Stadtgrenzen — separate Tickets.
Fahrrad: Oslo hat gute Radwege Richtung Oslofjord (nach Drøbak: ca. 50 km, schöne Route). Für Fitne Radfahrer sinnvoll.
Weiterführend: [Oslo Sehenswürdigkeiten](/ratgeber/oslo-sehenswuerdigkeiten) · [Oslo Immobilien und Leben](/ratgeber/oslo-immobilien-und-leben) · [Fähren Norwegen](/ratgeber/faehren-norwegen-guide) · [Wandern in Norwegen](/ratgeber/wandern-in-norwegen-tipps)
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