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Kaufwissen

Motorrad fahren in Norwegen — die schönsten Touren und was man wissen muss

Norwegen ist für Motorradfahrer ein Paradies — Serpentinen, Fjordstraßen, Tunnels, Fähren, Atlantikstraße. Die Straßenqualität ist gut, die Polizei fair, und die Landschaft unübertroffen. Was man über Regeln, beste Routen und den richtigen Zeitpunkt wissen muss.

Lesezeit ~3 Min 18. Juni 2026 Redaktion
Inhaltsverzeichnis
  1. Warum Norwegen für Motorradfahrer besonders ist
  2. Nationale Touriststraßen (Nasjonale turistveger)
  3. Beste Touren
  4. Klassische Westnorwegen-Tour (10–14 Tage)
  5. Nordkap-Tour (3–4 Wochen ab Deutschland)
  6. Lofoten-Schleife (5–7 Tage ab Bodø)
  7. Regeln für Motorradfahrer
  8. Praktisches

Unter europäischen Motorradfahrern gilt Norwegen als eines der attraktivsten Reiseziele — besonders die Nationalen Touriststraßen (Nasjonale turistveger) sind für Motorräder ideal. 18 ausgewiesene Routen mit spektakulären Aussichtspunkten, Haarnadelkurven und Fjordblicken.

Warum Norwegen für Motorradfahrer besonders ist

Serpentinen und Passstraßen:

Trollstigen, Lysevegen, Sognefjellet, Aurlandsfjellet — Norwegen hat Bergstraßen, die in Europa ihresgleichen suchen. Enge Haarnadelkurven, lange Geraden über Hochebenen, plötzliche Fjordblicke.

Fähren:

Ein Teil der Fahrt in Norwegen ist zwingend auf Fähren — das ist kein Nachteil. Pause, Café-Stop, Fjordpanorama. Motorräder fahren meistens zuerst auf und zuerst ab.

Wenig Verkehr:

Außer Oslo und den Hauptverbindungsstraßen: erstaunlich wenig Gegenverkehr. Viele Straßen fühlen sich fast privat an.

Polizei:

Norwegische Polizei kontrolliert Geschwindigkeit — fest und mobil. Bußgelder sind erheblich. Aber: keine übertriebene Motorradschikane, keine exzessiven Lärmkontrollen auf normalen Motorrädern.

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Nationale Touriststraßen (Nasjonale turistveger)

18 Routen mit Gesamtlänge von 2.000 km, speziell für Genussfahrten ausgewiesen. Jede hat mehrere Haltepunkte mit Architektur-Viewpoints, Info-Tafeln, Toiletten.

Für Motorradfahrer besonders empfohlen:

Trollstigen (Møre og Romsdal):

18 Haarnadelkurven, Wasserfall daneben. Kurz (10 km) aber unvergesslich. Viewing-Plattform am oberen Ende.

Atlanterhavsveien (Atlantikstraße):

8,3 km über Felsen im Atlantik — 8 Brücken. Bei Sturm: dramatisch. Bei Sonne: traumhaft. Kurz, aber Pflicht.

Aurlandsfjellet:

Bergstraße über Aurlandsfjord — Stegastein-Viewpoint mit auskragendem Aussichtsbalkon. Gut kombinierbar mit Flåm.

Sognefjellet:

Höchste Bergstraße Norwegens (1.434 m) — nur Sommer offen (ca. Juni–Oktober). Rentiere, Gletscher, Weitsicht.

Jæren:

Flache Küstenroute südlich Stavanger — anders als der Rest Norwegens. Endlose Sandstrände, Windmühlen, Watttlandschaft.

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Beste Touren

Klassische Westnorwegen-Tour (10–14 Tage)

Bergen → Hardangerfjord → Geilo → Flåm → Sognefjord → Geirangerfjord → Ålesund → Atlantikstraße → Trollstigen

Highlights: Jede Etappe hat mindestens eine spektakuläre Bergstraße.

Nordkap-Tour (3–4 Wochen ab Deutschland)

Hamburg/Rostock → Fähre Rostock–Trelleborg oder Fähre Kiel–Oslo → Oslo → Lillehammer → Trondheim → Lofoten → Tromsø → Alta → Nordkap

Return: E6 zurück oder Fähre.

Gesamtdistanz: ca. 7.000–8.000 km Rundtour.

Lofoten-Schleife (5–7 Tage ab Bodø)

Bodø (Fähre) → Moskenes → Å → Reine → Henningsvær → Svolvær → Fähre zurück

Alternativ: E10 auf dem Festland bis Fauske, dann Fähre.

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Regeln für Motorradfahrer

Helmpflicht:

Ja, immer. Kein Ausnahmen.

Reifenpflicht Winter:

Winterreifen Pflicht nördlich des Polarkreises (15. Oktober – 30. April). Außerhalb: situationsbedingt. Wer im Mai noch auf verschneiten Passstraßen fährt, braucht geeignete Reifen.

Tunnels:

Norwegen hat über 1.000 Tunnels. Einige haben negative Steigung und schlechte Beleuchtung. Motorradfahrer müssen in manchen langen Tunnels abbiegen (Kreisverkehr-Tunnel). Karte und Navi helfen.

Geschwindigkeiten:

  • Innerorts: 50 km/h (manchmal 40 oder 30 km/h)
  • Außerorts: 80 km/h (Richtung 90 auf Hauptstraßen)
  • Autobahn: 100 km/h (selten 110 km/h)
  • Kein Overdriving der Sichtstrecke auf Bergstraßen

Bompenge (Maut):

Automatisch erkannt. Auch Motorräder zahlen (geringer als PKW, aber gezahlt wird).

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Praktisches

Tanken:

Tankstellen in Städten und Hauptstraßen gut. Auf Lofoten, Senja, abgelegene Routen: Vorher tanken, nächste Station prüfen. Tank voll lassen.

Wetter:

Norwegen-Wetter ist unvorhersehbar. Regenjacke und -hose für Motorrad immer dabei. Selbst im Juli: Bergstraßen können Schneeschauer bringen.

Fähren:

Online buchbar für PKW — Motorräder oft ohne Reservierung möglich, aber im Juli Wartezeiten einplanen. Motorräder fahren fast immer prioritär.

Campingplätze:

Viele haben Motorrad-Sonderpreise (günstiger als PKW). Wildcamping per Allemannsretten erlaubt — Motorrad auf befestigtem Untergrund abstellen.

Weiterführend: [Autofahren Norwegen Tipps](/ratgeber/autofahren-norwegen-tipps) · [Westnorwegen Roadtrip](/ratgeber/westnorwegen-roadtrip) · [Nordnorwegen Roadtrip](/ratgeber/nordnorwegen-roadtrip) · [Trollstigen Nationale Touriststraßen](/ratgeber/trollstigen-nationale-touriststrassen) · [Atlanterhavsveien Atlantic Road](/ratgeber/atlanterhavsveien-atlantic-road)

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