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Geirangerfjord — Sehenswürdigkeiten, Wasserfälle und wie man Kreuzfahrtmassen vermeidet

Der Geirangerfjord ist UNESCO-Welterbe und einer der meistfotografierten Fjorde der Welt. Sieben Schwestern, Freier, Brautschleier — die Wasserfälle haben Namen. Aber täglich bis zu 5 Kreuzfahrtschiffe bedeuten: Timing ist alles. Wann man kommen sollte, was man sehen muss, und was zu teuer für den Mehrwert ist.

Lesezeit ~3 Min 18. Juni 2026 Redaktion
Inhaltsverzeichnis
  1. Was den Geirangerfjord ausmacht
  2. Die besten Aussichtspunkte
  3. Bootsfahrt im Fjord
  4. Das Dorf Geiranger
  5. Kreuzfahrtmassen — wie man sie vermeidet
  6. Anreise

Geiranger ist das, was die meisten Menschen sich unter "norwegischen Fjord" vorstellen: Senkrechte Felswände, hängende Wasserfälle, türkisblaues Wasser, Schnee auf den Gipfeln. Seit 2005 UNESCO-Welterbe. Und seit Jahrzehnten so überlaufen, dass man sich fragen muss: Wann kommt man hin, ohne Touristengedränge zu erleben?

Was den Geirangerfjord ausmacht

Geografische Besonderheit:

Der Geirangerfjord ist ein 15 km langer Seitenarm des Storfjords. Die Fjordwände sind bis zu 1.400 m hoch und steigen fast senkrecht aus dem Wasser. Das Dorf Geiranger liegt am Ende — mit ca. 250 Einwohnern und im Sommer täglich Tausenden Besuchern.

Wasserfälle:

Die Hauptattraktionen des Fjords sind die hängenden Wasserfälle:

  • De syv søstre (Sieben Schwestern): 7 getrennte Wasserfälle nebeneinander, bis 250 m hoch. Die Schwestern fallen, wenn es geregnet hat — nach Trockenperioden wenig Wasser.
  • Friaren (Der Freier): Gegenüber den Sieben Schwestern — ein einzelner Wasserfall. Legende: Er versucht sie mit einer Flasche (Shurockfoss) zu umwerben.
  • Bridal Veil (Brautschleier/Brudesløret): Feinster der Wasserfälle, breit ausladend. Direkt neben der Hauptstraße — gut fotografierbar.

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Die besten Aussichtspunkte

Ørnesvingen (Adlerstraße)

Was es ist:

Aussichtspunkt auf der Straße oberhalb von Geiranger — man schaut den Fjord hinunter auf das Dorf und die Wasserfälle. Einer der bekanntesten Aussichtspunkte Norwegens.

Anreise:

Auf dem Weg von Eidsdal nach Geiranger. Parkplatz am Aussichtspunkt. Kostenlos.

Timing:

Morgens (08:00 Uhr) oder abends (18:00+ Uhr) deutlich weniger Menschen als mittags.

Dalsnibba

Was es ist:

Aussichtspunkt auf 1.476 m ü. NN — panoramischer Blick über den gesamten Geirangerfjord aus der Vogelperspektive.

Anreise:

Mautstraße ab Geiranger (ca. 10 km, 200 NOK/PKW). Nur im Sommer offen (ca. Juni–Oktober).

Lohnt es sich:

Ja — aber nur bei klarem Wetter. Bei Wolken: nichts zu sehen außer Nebel.

Flydalsjuvet

Was es ist:

Felskante mit Ausblick auf den Fjord — oft auf Postkarten. Kurzer Weg vom Parkplatz.

Anreise:

Auf der Straße Geiranger→Stryn, ca. 4 km vom Dorf. Kurzer Fußweg (10 Min) zum Aussichtspunkt.

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Bootsfahrt im Fjord

Warum unverzichtbar:

Die Wasserfälle sieht man vom Wasser deutlich besser als von der Straße. Die Fjordwände wirken auf dem Boot viel größer.

Anbieter:

  • Geiranger Fjordservice: Kleine Boote, näher an den Wasserfällen, 450–650 NOK/Person, 1,5 Stunden
  • Hurtigruten: Große Schiffe — eher als Durchreise, nicht optimale Fjorderfahrung für Einzelgänger
  • RIB-Boote (FjordBoat): Schnell, laut, nass — spektakuläres Erlebnis direkt unter den Wasserfällen

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Das Dorf Geiranger

Was es gibt:

Kleine Promenade, Restaurants (Stranda, Westerås, Hotel Union), Cafés, Souvenir-Läden, kleines Fjordcenter (Museum).

Norsk Fjordsenter:

Kleines Museum zur Geschichte des Fjords und der Landwirtschaft. 120 NOK, informativ.

Essen:

  • Hotel Union Geiranger: Gehobenes Restaurant, teuer aber mit schöner Terrasse
  • Fjordkroa: Mittelklasse, gute Fischteller
  • Cafés entlang der Promenade: Kaffee und Waffeln

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Kreuzfahrtmassen — wie man sie vermeidet

Das Problem:

Im Juli kommen täglich 2–5 Kreuzfahrtschiffe mit insgesamt bis zu 8.000 Passagieren. Das Dorf (250 Einwohner!) ist dann völlig überfüllt.

Tipps:

1. Früh aufstehen: Vor 09:00 Uhr ist Geiranger ruhig. Kreuzfahrtschiffe kommen meist 10:00–11:00 Uhr an.

2. Abends: Kreuzfahrtschiffe fahren meistens 17:00–18:00 Uhr. Abends ist Geiranger fast leer — die schönsten Fotos.

3. Nebensaison: Mai und September sind deutlich ruhiger (aber Dalsnibba und Ørnesvingen noch offen).

4. Nicht an Dorfseite warten: Promenade im Juli = Gedränge. Stattdessen Bootsfahrt machen (weniger Massen auf den Booten).

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Anreise

Mit dem Auto:

  • Von Oslo: ca. 5–6 Stunden (E16 oder E6)
  • Von Bergen: ca. 4–5 Stunden (Hardangerfjord-Route)
  • Von Ålesund: ca. 2 Stunden (über Ørnesvingen-Route)

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Schwieriger — Regionalbüsse (Statens vegvesen), Fähre von Hellesylt (30 Min) oder Stranda-Route.

Fähren:

Von Geiranger nach Hellesylt (30 Min, MF Geiranger) — sehr schöne Fjordüberfahrt. Buchung empfohlen im Sommer.

Weiterführend: [Geiranger Fjord Guide](/ratgeber/geiranger-fjord-guide) · [Westnorwegen Roadtrip](/ratgeber/westnorwegen-roadtrip) · [Ålesund Stadtguide](/ratgeber/aalesund-stadtguide) · [Hurtigruten Guide](/ratgeber/hurtigruten-guide) · [Wasserfälle Norwegen](/ratgeber/wasserfaelle-norwegen)

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